Geschichte des Managerboxens

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Geschichte des Managerboxens2015-08-28T18:05:55+00:00

Historie
Managerboxen – gut für Körper, Geist und Seele
Wie alles begann. Ende der achtziger Jahre nahm im legendären Box-Club Gleason’s Gym im New Yorker Stadtteil Brooklyn alles seinen Anfang. Laut den Annalen des Clubs standen sich dort zwei Kontrahenten gegenüber. Wer da klassische Fighter erwartete, hatte sich schwer getäuscht. David Lawrence, Doktor der englischen Literatur und Richard Novak, Rechtsanwalt, gelten als die “Väter” des heutigen Managerboxens. Nach einem Disput auf beruflicher Ebene wollten sie, der Geschichte zufolge, diesen im Ring ausfechten. Wochenlang sollen sie sich darauf vorbereitet haben, um sich dann vor Freunden, Bekannten und Kollegen zu schlagen. Der Kampf endete unentschieden und man ging im Anschluss gemeinsam essen.

Aus den USA schwappte der Trend nach Europa rüber. Der “Real-Fight-Club” in England verzeichnet mittler weilen über 1600 Mitglieder und ist derzeit innerhalb Europas Marktführer. Darüber hinaus werden vom “Real-Fight-Club” Box-Events organisiert, deren Einnahmen wohltätigen Zwecken zugute kommen. Beim sogenannten “White-Collar-Boxing” gibt es auch im Kampf keine Sieger und Verlierer. Registrierte Amateur- und Profiboxer sind durch das Regelwerk “International White Collar Boxing Association” (IWCBA) nicht zugelassen. Bei dieser neuen Art des Boxens ist der Weg in den Ring bereits das Ziel. Selbstachtung, der Umgang mit der eigenen Angst sowie Respekt vor dem Gegner stehen im Vordergrund.

Das Managerboxen wendet sich traditionell an Berufsgruppen, bei denen im übertragenen Sinne der “weiße Kragen” zur Berufsbekleidung gehört, aber auch allen anderen Interessierten sind herzlich willkommen. Kraft, Ausdauer und technisch-taktische Fähigkeiten kommen zum Einsatz. Jede Trainingseinheit fordert bis ans Limit, belohnt mit der größtmöglichen Zufriedenheit und Entspannung danach. Ob es um den richtigen Ausgleich nach einem stressigen Bürotag geht oder darum, einfach mal richtig Dampf abzulassen, hier kommt jeder auf seine Kosten. Im Ring kann man dann nichts mehr versecken, Stärken und Schwächen liegen blank. Das Boxen fordert Eigenschaften, die auch im “richtigen” Leben bzw. im Beruf wichtig sind. Dynamik, Ausdauer, höchste Konzentration und Durchsetzungsvermögen paaren sich mit anderen koordinativen Fähigkeiten wie Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit.

Vor längerer Zeit druckte die “Financial Times” einen Artikel über das Managerboxen mit dem Fazit:
“White Collar Boxing” ist das neue Golf”. Na dann, in diesem Sinne: Ring frei für Qualen, Schweiß und Glückseligkeit!